AFRIOPA - COMMERCE SANS FRONTIÈRES

afriopa Le CITO Ouagadougou & Kuckuck-Produktion Zürich presentent:

Afriopa - une clownerie coloniale
Regie: Ueli Bichsel

Ein Büro, zwei Clowns, drei traurige Szenen, vier lustige Szenen, fünfzehn Kartons und viel politisch Unkorrektes

www.afriopa.ch

 

 


Spiel: Yra Siaka, Roger Nydegger
Regie: Ueli Bichsel
Co-Regie: Ildevert Meda
Dramaturgie: Brigitta Javurek
Choreografie: Emanuelle Toé
Bühne: Sada Dao, Mirjam Bürgin
Musik: Simon Grab
Licht: Sawadogo Amado, André Donzé, Katrin Oettli
Produktion: Adama Kabore, Martin Zongo, Sebastian Heft, Lukas Piccolin

Weitere Informationen: www.afriopa.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

«Afriopa» ist ein Clowntheater und zeigt die kleine Geschäftswelt zweier grossherziger Clowns. Eines Clowns aus Afrika und eines Clowns aus Europa. Präziser aus Burkina Faso und der Schweiz. “Afriopa“ berührt menschliches, zwischenmenschliches und allzu menschliches, mäandert durch ein unrühmliches Stück Weltgeschichte und kommt dennoch ohne grosse Worte aus. «Afriopa» ist für Jung und Alt verständlich und bietet für jede Generation Gespräch- und Lachstoff, ganz wie es einem gefällt. «Afriopa» wirft mehr Fragen auf als sie zu beantworten und das ist gut so. Denn «Afriopa» will kein Stück in schwarzweiss sein, sondern mit Schwarz und Weiss.

Entstanden ist «Afriopa» in der Schweiz und in Burkina Faso, als Ko-Produktion zwischen Kuckuck-Produktion und dem Theater CITO, Le Carrefour International de Théâtre de Ouagadougou. Erstmals treten in dieser zürcherisch-burkinabésche Theaterproduktion ein schwarzer (Yra Siaka) und ein weisser Clown (Roger Nydegger) gemeinsam auf. Und ganz wie es sich für Clowns gehört mit grossen Nasen, grossen Herzen, vielen Gemeinheiten und wenig Sprache.
Inszeniert hat die Geschichte ein Meister seines Faches - in Zusammenarbeit mit burkinabéischen Theaterleuten, Ueli Bichsel. Garant für Clownstücke, die immer zum Lachen, aber ebenso zum Heulen sind. Weil hinter dem Lachen immer auch der Ernst steht. Da macht auch «Afriopa» keine Ausnahme.

«Afriopa» ist die Geschichte zweier Männer. Einer älter, einer vitaler, welche die Turbulenzen der Weltgeschichte zusammen gebracht hat. Freiwillig oder nicht, das kann niemand mehr so genau sagen. Auf jeden Fall reicht die Geschichte bis zu den Grossvätern zurück. Jetzt leben die beiden Clowns in einer afrikanischen Stadt und unterhalten gemeinsam ein – im wahrsten Sinne des Wortes gewaltiges Business. Der Chef und sein Angestellter versuchen jeden Geschäftstag produktiv zu nutzen oder doch wohl eher - zu bewältigen. Die Geschäfte laufen gut, die Moral kommt vor dem Fressen, denn auch im harten weltumspannenden Business-Alltag zweier Clowns kommt die Rendite eindeutig vor Fair-Trade. Oder ist das vielleicht ein Überbleibsel aus der kolonialen Vergangenheit?

Denn «Afriopa» ist auch ein Teil der Geschichte von Europa und Schwarzafrika, deren Aufeinanderprallen in der Vergangenheit und in der Gegenwart auch gestandene Clowns ins Wanken bringen. Und manchmal hilft der Liebe Gott so wenig wie Allah oder der Rückgriff auf Altbewährtes und die gemeinen Stechmücken kennen sowieso kein Pardon. Mais, ça va aller wie man in Burkina Faso, dem Land der Aufrechten zu sagen pflegt.
Wo fängt das Business an, wo hört das Private auf und wann begann die ganze Geschichte? Schuld, Unschuld oder Entschuldigung? Pardon oder Äxgüsi, oder beides; das ist in «Afriopa» eben auch die Frage.

powered by www.minimalism.ch